Freudenschreie auf dem Trail, ein vollkommen neues Fahrgefühl und die Frage: Ist das überhaupt ein E-Mountainbike? Das brandneue Specialized S-Works Levo SL 2020 wartet mit neuem Motor, 16,9 kg Gesamtgewicht und neuartigem E-MTB-Konzept auf. Wir haben das Turbo Levo SL als einziges Magazin weltweit über eine lange Zeit exklusiv getestet und sagen euch, warum dieses Bike so revolutionär ist.

Specialized S-Works Levo SL 2020 | Specialized SL 1.1/320 Wh + 160 Wh Range-Extender | 150/150 mm (v/h) | 16,95 kg in Größe L | 12.999 € | Hersteller-Website

Nachdem Specialized im Sommer 2019 das E-Rennrad Creo SL mit dem Turbo SL 1.1-Motor (Zum Test) vorgestellt hatte, war klar, dass vermutlich auch ein E-MTB mit selbigem Motorenkonzept kommen würde. Tadaaa – nun ist es da!

Ist das Specialized Levo SL das bessere Stumpjumper? In Sachen Handling kann das Levo SL es mit nicht motorisierten Trail-Bikes problemlos aufnehmen.

Der Begriff „Revolution“ wurde in den letzten Jahren häufig überstrapaziert – doch in diesem Fall müssen wir es so sagen: Das neue Specialized Levo SL ist eine Revolution und vermutlich die größte News im Mountainbike-Segment der Saison 2020. Über zwei Monate lang haben wir das Levo SL bereits als einziges Magazin weltweit testen können – von Stuttgart über die Toskana bis nach Südafrika. Für unser Schwester-Magazin ENDURO haben wir das Levo SL Expert in dem großen 2020er Trail-Bike-Vergleichstest gegen 14 nicht motorisierte Mountainbikes antreten lassen und schnell herausgefunden: Das neue Levo SL könnte klassische Mountainbikes killen und (E-)Mountainbiking auf ein neues Level heben.

Schneller als der eigene Schatten? Das Levo SL steht für ein neues Fahrgefühl – vor allem bergab!

Was macht das Specialized Levo SL so besonders?

Ziel bei der Entwicklung des neuen Specialized Levo SL war es, das Levo derart zu „downsizen“, dass es sich wie ein normales Trail-Bike anfühlt. Bereits beim Launch der ersten Generation an Levos stellte sich das Entwicklungsteam rund um Marco Sonderegger und Jan Talavasek die Frage: Wie viel leichter könnten wir das Levo bekommen, wenn wir den Turbo-Modus killen würden? Genau damit begann die Suche nach der richtigen Motoren-Power und Akkugröße vor rund vier Jahren. Allerdings sollte die Reichweite nicht unter dem Ziel leiden, ein deutlich leichteres Bike zu bauen. Das Resultat heute? Der neue 320-Wh-Akku und SL 1.1-Motor wiegen genauso viel wie der 700-Wh-Akku des aktuellen Levos. „Es ging nicht darum, das E-Mountainbike neu zu erfinden, sondern das Mountainbike“, sagt Marco Sonderegger, Senior Product Manager für die Turbo-Modelle, während der offiziellen Präsentation im südafrikanischen Stellenbosch. Wichtig ist: Das Levo SL soll das aktuelle Levo nicht ersetzen, sondern ergänzen und neue Möglichkeiten eröffnen.

Nachdem wir letztes Jahr bereits das Lapierre eZesty (Zum Test) und vor kurzem das Nox Helium mit FAZUA-Motor getestet (Zum Test) und über die Potenziale der leicht unterstützenden E-MTBs berichtet haben, waren wir gespannt, welche technischen Lösungen das Specialized-Team entwickelt hat. Denn, dass es einen Markt für leichtere E-Mountainbikes mit deutlich weniger Power gibt, zeigen die Ergebnisse unserer E-MOUNTAINBIKE Leserumfrage 2019 mit über 10.000 Teilnehmern: Nur etwa 5 % von euch nutzen hauptsächlich die stärkste Unterstützung ihres Motors. 53 % sind vorwiegend im energiesparenden Eco- oder Tour-Modus unterwegs und nutzen die maximale Power gar nicht aus!

Das Specialized Levo SL 2020 im Detail: Rahmendesign, Geometrie und Features

Mit seinem kompakten Motor und dem schlanken, im Unterrohr integrierten 320-Wh-Akku besitzt das Levo SL sehr stimmige Proportionen. Auf den ersten Blick sieht es damit dem nicht motorisierten Specialized Stumpjumper ähnlich – und natürlich auch dem Levo. Denn das Levo SL baut auf der gleichen Plattform auf und setzt auf die Levo- und Stumpjumper-typischen Designmerkmale und Features, wie den asymmetrischen Hauptrahmen mit Side-Arm sowie die Anlenkung des Dämpfers. Dass das Bike einen Motor hat, wird erst auf den zweiten Blick klar.

Schlanke Silhouette – das Unterrohr des Levo SL ist deutlich schmaler als beim Levo, gleiches gilt für den Motorenbereich

Es verfügt wie das Levo ebenfalls über 29”-Laufräder, über 150 mm Federweg an Heck und Front und, abgesehen von der Kettenstrebenlänge, über eine sehr ähnliche Geometrie. Dank der deutlich kleineren Einbaumaße des SL 1.1-Motors im Vergleich zum kraftvollen Levo mit 2.1-Motor konnten die Specialized-Ingenieure beim Levo SL die gleiche Kettenstrebenlänge wie beim Stumpjumper realisieren. Ein weiterer Unterschied ist die Raderhebungskurve des Hinterrads: Aufgrund des größeren Motors am Levo sitzt dort der Hauptdrehpunkt etwas höher als beim Stumpjumper und Levo SL.

Größe S M L XL
Sattelrohr 390 mm 410 mm 455 mm 505 mm
Oberrohr 574 mm 597 mm 629 mm 663 mm
Steuerrohr 95 mm 95 mm 125 mm 140 mm
Lenkwinkel 66° 66° 66° 66°
Sitzwinkel 75,3° 75,0° 74,6° 74,2°
Kettenstrebe 437 mm 437 mm 437 mm 437 mm
Tretlager Höhe 348 mm 348 mm 348 mm 348 mm
Radstand 1.165 mm 1.185 mm 1.217 mm 1.248 mm
Reach 415 mm 435 mm 455 mm 480 mm
Stack 606 mm 606 mm 633 mm 647 mm

Das Specialized SL 1.1-Motorensystem im Levo SL

Herz des neuen Specialized Levo SL ist das Motoren- und Akku-Konzept rund um den neuen Specialized SL 1.1-Mittelmotor mit 35 Nm Drehmoment und maximal 240 Watt Unterstützung. Zum Vergleich: Der Specialized 2.1-Motor des Levo und Kenevo bringt 90 Nm auf den Trail und liefert in der Spitze eine Unterstützung von bis zu 565 Watt. Während der Specialized 2.1-Motor des Levo entwickelt worden war, um maximale Power mit einem möglichst natürlichen Fahrgefühl zu vereinen, war das Ziel beim neuen Specialized Levo SL 1.1-Motors, das leichteste Gesamtsystem zu entwickeln, das sich wie ein nicht motorisiertes Trail-Bike fahren sollte.

Ein Blick in das Herz des Specialized SL 1.1-Motors

Dank Magnesiumgehäuse und einem sehr kompakten, inneren technischen Aufbau wiegt der SL 1.1-Motor gerade einmal 1,95 kg (Herstellerangabe), womit er rund 1 kg leichter ist als der Specialized 2.1-Motor.

Doch nicht nur der Motor ist kleiner und leichter, auch die Batterie ist es: Da der Motor deutlich weniger Maximalleistung hat, darf der „Tank“ auch kleiner sein. Seine Energie bezieht der Mittelmotor aus dem im Unterrohr fest verbauten 320-Wh-Akku und kann mithilfe eines 1050 g schweren Range-Extender-Akkus mit zusätzlichen 160 Wh gespeist werden. Der kompakte Range-Extender findet im Flaschenhalter Platz und wird kinderleicht über ein Kabel mit der Ladebuchse des Levo SL am unteren Ende des Sattelrohrs verbunden. Der Twist-Lock-Schraubverschluss sorgt dafür, dass sich das Kabel im harten Trail-Einsatz nicht lockert. Zudem ist es wichtig, das Gummiband zur Fixierung des Range-Extenders zu benutzen. Der Range-Extender kann wahlweise parallel zum Haupt-Akku den Motor speisen, sequenziell oder auch allein ohne den integrierten Akku genutzt werden.

Der Range-Extender findet im Flaschenhalter Platz. Praktisch: Die zusätzliche Anzeige auf dem Range-Extender zeigt grob den Ladestand an.

Im aktuellen Wettrüsten um Akku-Kapazität klingen 320 Wh plus zusätzliche 160 Wh mit Range-Extender erst einmal gering. Doch wenn man bedenkt, dass der Motor über deutlich weniger Maximalleistung verfügt und entsprechend weniger Energie verbraucht, erscheinen die 480 Wh in Summe als mehr als genug. Man ist zwar langsamer unterwegs, soll laut Specialized aber genauso lange fahren können wie mit dem Levo, das 700 Wh Akku-Kapazität besitzt. Dies zeigt: Spätestens seit dieser neuen Motorengeneration macht es keinen Sinn mehr, Kennzahlen isoliert zu betrachten und daraus voreilige Schlüsse zu ziehen.

Die TCU (Turbo Connect Unit) auf dem Oberrohr zeigt wie beim Levo den Akkuladestand, sowie die aktuelle Unterstützungsstufe an. Zudem lässt sich hier das Bike ein- und ausschalten und die Unterstützungsstufe wechseln.

Der Specialized SL 1.1-Motor verfügt wie der deutlich kraftvollere Specialized 2.1-Motor beim Levo über drei Standard-Modi: Eco, Trail und Turbo, die via Specialized Mission Control-App alle frei individualisierbar sind. Zudem gibt es eine Schiebehilfe. Natürlich kann man den Motor auch Off fahren, da das Bike im Vergleich zu klassischen E-Mountainbikes deutlich leichter ist und der Motor, verglichen mit anderen Motoren, fast keinen internen Tretwiderstand besitzt. Viel spannender ist jedoch das Fahrgefühl an der 25 km/h-Schwelle, wenn der Motor nicht mehr unterstützen darf. Während einige Motoren hier sehr abrupt und deutlich spürbar ein- bzw. aussetzen, gibt sich der SL.1.1-Motor extrem sanftmütig am Übergang.

„Die Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 km/h können wir in absehbarer Zeit nicht ändern, dafür die Motorcharakteristik rund um die Schwelle“, sagt Chefingenieur Jan Talavasek

Wer mit dem zigfachen der Eigenleistung im Turbo-Modus wie Superman durch die Gegend braust und an der 25 km/h-Grenze plötzlich nicht mehr unterstützt wird, der hat das Gefühl, gegen eine Wand zu fahren. In der Regel wird dies direkt auf das zu schwere Bike oder den internen Widerstand des Motors geschoben, wobei das auch je nach Bike- bzw. Motoren-Modell richtig ist. Dennoch ist dieses „Gegen-die-Wand-Fahrgefühl“ meist eine Täuschung des eigenen Geschwindigkeits- und Kraft-Empfindens, das immer relativ ist. Ein Beispiel zum Verständnis: Kommt man mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h auf der Autobahn in eine 30-km/h-Zone, hat man ebenfalls das Gefühl zu kriechen. Wer hingegen aus einer langen Spielstraße auf eine Schnellstraße abbiegt, der fühlt sich auf einmal wie auf der Überholspur auf der Autobahn.

Um besagtes „Gegen-die-Wand-Fahrgefühl“ zu reduzieren und „das natürlichste Fahrgefühl an der 25 km/h-Schwelle“ zu erreichen, beginnt der SL 1.1-Motor im Vergleich zu Motoren der Bosch-Liga deutlich früher, die Leistung zu reduzieren.

Die blauen Balken auf der TCU-Einheit zeigen den Ladestand des internen Akkus an, die grünen Balken den Ladestand des Range-Extenders. Dabei überlagern die grünen Balken die blauen des internen Akkus, sodass man sie addieren muss. Ein Balken entspricht beim Levo circa 32 Wh. Im obigen Beispiel hat man noch rund 290 Wh: 6 Striche interner Akku, 3 Striche Range Extender bedeuten 9 x 32 Wh.
Über die kompakte Remote am Lenker lassen sich die Unterstützungsstufen wählen und die Schiebehilfe betätigen

Wer sich fragt, warum wir hier nicht von Brose oder MAHLE, den Hardware-Herstellern der Specialized-Motoren, sprechen, für den haben wir folgende einfache Erklärung: Specialized hat mit einem über 30-köpfigen Team für Connectivity, Motoren-Software und App-Entwicklung um die Motoren-Hardware ein eigenes Ökosystem geschaffen. In Sachen Usability, Features und Fahr-Performance hebt es sich deutlich von den Standard-Produkten der Hersteller ab. Zu diesem Ökosystem gehört neben der oben genannten Motorenabstimmung auch die Turbo Connect Unit (TCU) und die Mission Control-App.

Die Mission Control-App – Spannende Funktionen und effektive Individualisierungsoptionen

Über die Mission Control-App kann man die einzelnen Unterstützungsstufen des Motors im gesetzlichen Rahmen individualisieren und eigene Presets für unterschiedliche Ausfahrten erstellen.

Unsere Empfehlung: Connected das Bike auf jeden Fall mit der Mission Control-App und spielt mit den Einstellungen! Daraus ergeben sich riesige Unterschiede in der Fahr-Performance. Anhand von zwei Parametern – Maximalleistung und Support – lassen sich dort die Modi individualisieren. Die Maximalleistung gibt an, wie viel Watt der Motor maximal leisten kann – beim Levo SL sind es bis zu 240 Watt. Die Einstellung des Supports reguliert, wie schwer oder leicht man in die Pedale treten muss, um die Maximalleistung zu erreichen. Den Nachlauf, also wie lange der Motor noch unterstützt, wenn man das Treten unterbricht, kann man zwar nicht direkt einstellen, aber da der Nachlauf abhängig von der Support-Stärke ist, kann man ihn indirekt regulieren.

Zudem lassen sich Bike-Diagnosen durchführen, um zu sehen ob Batterie und Motor „gesund“ sind. Im Falle eines technischen Problems soll man so wertvolle Informationen darüber erhalten, ob und wie man seinen Ride fortsetzen kann. Mit der Smart Control-Funktion kann man die Reichweite kontrollieren und optimieren: Dazu gibt man an, wie viele Kilometer oder wie viele Stunden man unterwegs sein möchte und mit wie viel verbleibender Restkapazität im Akku man ankommen möchte. Das Ganze funktioniert beeindruckend gut. Lediglich bei Rides, bei denen man anfangs lange bergab oder in der Ebene fährt und man gegen Ende richtig Höhenmeter frisst, wird es problematisch. Deshalb: lieber auf Nummer sicher und mehr Restkapazität oder einen etwas längeren Ride angeben. Ideal wäre, dass der Fahrer auch die Höhenmeter des geplanten Rides als Parameter angeben kann, sodass die App auch diese einberechnen und sicherere Ergebnisse liefern kann. Da die App-Funktionen kontinuierlich von zehn Entwicklern verbessert wird, dürfen wir auf ein Update hoffen!

Ebenfalls interessant ist die neue Funktion Heart-Rate-Control: Dazu gibt man die maximale Herzfrequenz ein, damit das Levo SL die Unterstützung immer so anpasst, dass die Herzfrequenz nicht überschritten wird. Für ein kontrolliertes Training oder auch für Menschen mit Belastungs- oder Herzproblemen kann dies ein sehr wichtiges Feature sein.
Darüber hinaus lassen sich mit der App Rides aufnehmen und spannende Infos wie durchschnittliche Unterstützung, Kalorien- und Batterieverbrauch anzeigen.

Wie viel wiegt das Specialized S-Works Levo SL 2020? Gewicht ist wichtig, aber nicht alles

16,95 kg bringt das Specialized S-Works Levo SL 2020 in Größe Large auf die Waage und ist damit knapp 4 kg leichter als das S-Works Levo in gleicher Größe. Im Vergleich zum 13,32 kg leichten Specialized S-Works Stumpjumper SRAM AXS 29 ist das Levo SL rund 3,6 kg schwerer. Doch Vorsicht: Wer die 11 E-MTB-Trends und Erkenntnisse aus unserem riesigen Vergleichstest 2020 mit 25 aktuellen E-Mountainbikes gelesen hat, der weiß, dass eine isolierte Gewichtsangabe erst einmal wenig aussagt und Faktoren wie die Lastverteilung und der Schwerpunkt viel entscheidender sind.

Alle Specialized Levo SL 2020 Modelle – Gewichte, Größen und Modell-Empfehlungen

Das Levo SL ist in vier Ausstattungsvarianten ab 5.999 € ab sofort im Handel erhältlich. Es gibt drei Carbon-Modelle und ein Aluminium-Modell. Alle Bikes sind in den vier Größen S, M, L und XL verfügbar, das Levo SL Comp Alu zudem in XS, was das Bike für Kids und sehr kleine Fahrer interessant macht. Mit Alu-Laufrädern, SRAM NX-Eagle-12-fach-Schaltung und der FOX 34 Rhythm-Gabel ist es solide ausgestattet und kommt in Größe Large auf 19,1 kg. Das in Sachen Preis-Performance vermutlich am interessanteste Bike ist das Levo SL Expert für 8.699 €, das im Vergleich zum S-Works-Modell auf etwas Bling-Bling, FOX Factory-Fahrwerk und die teure RockShox AXS-Dropper verzichten muss. Dafür kommt es wie das S-Works-Modell ebenfalls bereits serienmäßig mit einem Range-Extender. Beim Trail-Bike-Vergleichstest des ENDURO Magazins hat genau dieses Modell den begehrten Kauftipp erhalten. Das Expert-Modell wiegt mit 17,7 kg circa 800 Gramm mehr als die S-Works-Variante (beide Größe L). Wer einen zweiten Range-Extender braucht, oder ein Comp-Modell hat, bei dem er serienmäßig nicht dabei ist – die SL Range-Extender Batterie kostet 369,90 €, das Verbindungskabel für den Range-Extender 29,90 €.

Specialized S-Works Levo SL 2020

12.999 €

Ausstattung

Motor Specialized SL 1.1 35Nm
Akku Specialized SL1 320 320Wh
Display Specialized TCU
Federgabel FOX 34 Factory FIT4 150 mm
Dämpfer FOX FLOAT DPS Factory 150 mm
Sattelstütze RockShox Reverb AXS 170 mm (L)
Bremsen SRAM G2 Ultimate Vierkolben 200/180 mm
Schaltung SRAM XX1 Eagle 1×12
Vorbau Syntace MegaForce 2 40 mm
Lenker Specialized Trail Carbon 780 mm
Laufradsatz Roval Traverse SL Carbon 29"
Reifen Specialized Butcher / Eliminator 2.3”

Technische Daten

Größe S M L XL
Gewicht 16,95 kg
Zul. Gesamtgewicht 130 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment 109 kg
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Besonderheiten

Range-Extender inklusive
SWAT-Multitool im Steuerrohr


Specialized Levo SL Expert 2020

8.699 €

Ausstattung

Motor Specialized SL 1.1 35Nm
Akku Specialized SL1 320 320Wh
Display Specialized TCU
Federgabel FOX 34 Performance FIT4 150 mm
Dämpfer FOX FLOAT DPS Performance 150 mm
Sattelstütze X-Fusion Manic 150 mm (L)
Bremsen SRAM G2 RSC Vierkolben 200/180 mm
Schaltung SRAM GX Eagle 1×12
Vorbau Specialized Trail 40 mm
Lenker Specialized Trail Alloy 780 mm
Laufradsatz Roval Traverse Carbon 29"
Reifen Specialized Butcher / Eliminator 2.3”

Technische Daten

Größe S M L XL
Gewicht 17,70 kg
Zul. Gesamtgewicht 130 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment 109 kg
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Besonderheiten

Range-Extender inklusive
SWAT-Multitool im Steuerrohr


Specialized Levo SL Comp 2020

7.299 €

Ausstattung

Motor Specialized SL 1.1 35Nm
Akku Specialized SL1 320 320Wh
Display Specialized TCU
Federgabel FOX 34 Rhythm GRIP 150 mm
Dämpfer FOX FLOAT DPS Performance 150 mm
Sattelstütze X-Fusion Manic 150 mm (L)
Bremsen SRAM Guide R Vierkolben 200/180 mm
Schaltung SRAM NX Eagle 1×12
Vorbau Specialized Trail 40 mm
Lenker Specialized Trail Alloy 780 mm
Laufradsatz Roval Traverse 29"
Reifen Specialized Butcher / Eliminator 2.3”

Technische Daten

Größe S M L XL
Gewicht n/a
Zul. Gesamtgewicht 130 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment 109 kg
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Besonderheiten

SWAT-Multitool im Steuerrohr



Specialized Levo SL Comp Alu 2020

5.999 €

Ausstattung

Motor Specialized SL 1.1 35Nm
Akku Specialized SL1 320 320Wh
Display Specialized TCU
Federgabel FOX 34 Performance FIT4 150 mm
Dämpfer FOX FLOAT DPS Performance 150 mm
Sattelstütze X-Fusion Manic 150 mm (L)
Bremsen SRAM Guide R Vierkolben 200/180 mm
Schaltung SRAM NX Eagle 1×12
Vorbau Specialized Trail 40 mm
Lenker Specialized Trail Alloy 780 mm
Laufradsatz Roval Traverse 29"
Reifen Specialized Butcher / Eliminator 2.3”

Technische Daten

Größe S M L XL
Gewicht n/a
Zul. Gesamtgewicht 130 kg
Max. Gewicht Fahrer/Equipment 109 kg
Anhänger-Freigabe nein
Ständeraufnahme nein

Besonderheiten

SWAT-Multitool im Steuerrohr


Ein absoluter Leckerbissen – und sündhaft teuer – ist das auf 250 Stück limitierte Specialized Levo SL Founder’s Edition, das mit einer Sonderlackierung, Custom-Sattel und SRAM AXS-Schaltung ausgestattet ist. Obendrauf verbaut Specialized hier ein Titan-Schrauben-Kit und Regenbogen-Kassette und liefert es gleich mit zwei Range-Extendern aus. Das 14.999 teure Modell wird auf einer First Come, First Serve Basis verkauft – d.h. schnell sein!


Exklusiver Test des Specialized S-Works Levo SL 2020 – Next Level E-Mountainbiken?

Vorab: So intensiv wie das neue Specialized Levo SL haben wir bis dato selten ein Bike vor dem offiziellen Launch getestet: auf matschigen Trails in Süddeutschland, auf steinigen Trails in der Toskana und auf staubtrockenen Trails in Südafrika, die man teils vom Cape Epic kennt. Über zwei Monate konnten insgesamt zehn ENDURO- und E-MOUNTAINBIKE-Redaktionsmitglieder sich intensiv mit dem Bike auseinandersetzen, das Bike, unterschiedliche Motoren-Set-ups und App-Funktionen testen. Am Ende war allen klar: Beim Levo SL gibt es kein „Love or hate it“, stattdessen lautet die Devise „understand it“.

Das neue Specialized Levo SL ist mehr als ein Kompromiss zwischen Levo und Specialized Stumpjumper

Als wir das Specialized Levo SL das erste Mal im Dezember 2019 auf unseren Stuttgarter Hometrails fuhren, waren wir erst einmal enttäuscht, monierten eine zu geringe Motor-Power und fehlende E-Bike-Smiles. Beim ENDURO-Trail-Bike-Vergleichstest im italienischen Massa Vecchia waren wir dann hellauf begeistert. Beim offiziellen Launch in Stellenbosch, Südafrika, war die maximale Unterstützung sogar teils zu viel. Hatten wir uns Anfangs also geirrt? Hatten wir uns einfach an das Bike gewöhnt und unsere Meinung geändert? Die kurze Antwort lautet: nein! Vielmehr hatten wir das Levo SL ganz am Anfang auf den matschigen Trails mit langen Transfers zwischen den Abfahrten nach seiner Power im Vergleich zu E-Mountainbikes der Bosch-Liga beurteilt und nicht so stark nach seinem Handling – doch gerade hier unterscheidet es sich maßgeblich!

Die Motor- und Uphill-Performance des Specialized S-Works Levo SL 2020

Das neue Specialized Levo SL ist mehr als ein Kompromiss zwischen Levo und Stumpjumper: Das Levo SL ist eine vollkommen neue Art des E-Mountainbikens mit neuem Fahrgefühl! Ob man es mag oder nicht, hängt maßgeblich von der persönlichen Erwartungshaltung ab, denn die ist von Mountainbiker zu Mountainbiker, mit oder ohne E-Support, unterschiedlich.

Wir haben bereits von der relativen Geschwindigkeit an der 25 km/h-Grenze gesprochen. Dieses Phänomen trifft auf das gesamte Levo SL zu – wer die Motoren von Bosch, Brose oder Shimano mit über 500 Watt Maximalleistung und 70 Nm Drehmoment gewohnt ist, dem wird das Levo SL erst einmal lahm vorkommen. Als grober Anhaltspunkt: Die Maximalunterstützung des Levo SL entspricht in etwa dem Tour-Modus des neuen Bosch Performance CX-Motors oder dem Eco-Modus des Specialized Levo-Motors. Wer es hingegen gewohnt ist, auf seinem Mountainbike jeden Höhenmeter mit eigener Muskelkraft zu erkämpfen, der wird sich wie auf Steroiden fühlen.

In Sachen Ansprechverhalten gibt sich der Specialized SL 1.1-Motor sensibel und setzt direkt ein. Hinsichtlich der Verzögerung vom Pedaltritt bis zum Einsetzen des Motors zeigt sich das Specialized-System reaktionsschnell, aber stets tadellos kontrollierbar. In den Standardkonfigurationen des Eco- und Trail-Modus hält sich der Antrieb dezent im Hintergrund und liefert ausreichend zusätzliche Power, um schneller voranzukommen. Bei maximaler Unterstützung schiebt es einen deutlich spürbar nach vorne, festhalten wie am mehr als doppelt so kräftigen Levo muss man sich jedoch nicht. Bereits kleine Einstellungen in der Mission Control-App können einen merkbaren Unterschied machen: Mit 95 % Support und 100 % Maximalleistung hat der Turbo-Modus noch immer eine starke Unterstützung, gibt sich aber etwas gefühlvoller und dosierter. Bei gemütlichen Uphills kann man sich so mit etwas Eigenleistung noch immer entspannt hochtragen lassen.

Je steiler es wird, desto stärker merkt man jedoch, dass der Motor keine 90 Nm, sondern nur 35 Nm Drehmoment besitzt. Schwere Fahrer merken dies logischerweise deutlich früher. Gleiches gilt für matschige Bedingungen, die dafür sorgen, dass ebenfalls deutlich Energie geschluckt wird. Bei steilen Uphills in technischem Gelände muss man dann selbst mit viel Unterstützungsleistung des Motors noch immer powern, vorausschauend fahren und deutlich häufiger schalten. Zudem empfiehlt es sich, den Climb-Switch des FOX FLOAT DPS Factory-Dämpfers zu benutzen, um ein leichtes Wegsacken des Hinterbaus zu verhindern und mit noch mehr Präzision durch das Gelände zu navigieren. Während viele Motoren der Bosch-Liga in vielen Situationen einen zu schweren Gang mit ihrer starken Power wettmachen, ist beim neuen Motor des Levo SL deutlich früher Schluss.

Unsere Lieblings-Einstellung, mit der wir – abgesehen von Sektionen mit starkem Gegenwind und richtig steilen Schotterstraßen – fast immer gefahren sind lautet: 35 % Support, 100 % Maximalleistung. Dadurch erhält man extrem viel Dynamik und perfekte Dosierbarkeit bei gleichzeitig maximaler Unterstützung, wenn man entsprechend in die Pedale tritt! Probiert es selbst aus!

Unerreicht ist das Verhalten des SL 1.1-Systems an der 25-km/h-Schwelle. Der Übergang von E-Support zum reinen Muskelbetrieb ist der sanfteste, den wir jemals getestet haben! In der Ebene merkt man oftmals gar nicht, dass man gar keine Unterstützung mehr erhält. Dann fühlt es sich einfach an, als ob man ein solides Enduro-Mountainbike durch die Gegend tritt. In Sachen Geräuschentwicklung lässt der Specialized-Motor je nach Support-Modus und Drehzahl von sich hören. Leiser als größere Antriebe wie Shimano oder Brose ist er nicht.

Leicht, leichtfüßig, Levo SL – Gibt es noch weitere Gründe, eine E-Mountainbike ohne E-Unterstützung zu fahren?

Im Downhill kommt die große Überraschung und der noch größere Aha-Effekt, denn hier kann man richtig Gas geben: Mit seinem neuen Motor-Konzept vermittelt das S-Works Levo SL ein für ein E-Mountainbike vollkommen neues Fahrgefühl: deutlich leichtfüßiger, deutlich agiler und weniger kraftraubend auf Flowtrails.

In Sachen Fahrerposition ist das Levo SL zentral und sehr ausgewogen mit dem perfekten Mix aus Präzision, Sportlichkeit und Gutmütigkeit, welches so manchen Fahrfehler verzeiht. Für ein 29”-E-Mountainbike hat es auch super kurze Kettenstreben, die ihren Teil zur Agilität beitragen. Ein riesiger Bonus: Weil die 25-km/h-Schwelle nicht spürbar ist, gibt es den „Gegen-die-Wand-Fahrmoment“, den man bei flacheren Trails bei vielen E-Mountainbikes erfährt, ebenfalls nicht. Wer das Handling eines nicht motorisierten Trail-Bikes gewohnt ist, der muss sich nicht umgewöhnen, sondern kann fast genauso leicht mit dem Gelände spielen und auch ohne viel Schwung an Kanten abziehen oder springen. Im Gegensatz dazu brauchen viele E-Mountainbikes viel Schwung oder sehr viel Kraft für aktive Fahrmanöver! Beim Levo SL hingegen ist von Schwerfälligkeit keine Spur, dafür vermittelt es super sattes Fahrgefühl, das viel Fahrstabilität und Sicherheit auf dem Trail vermittelt. Gleiches gilt für den hohen Grip in offenen Kurven, auf Schotter oder auch auf losen Untergründen. Wer wissen will, wie sich das Levo SL gegen 14 aktuelle Trail-Bikes schlägt, sollte den großen und visionären Vergleichstest unseres Schwestermagazins ENDURO lesen.

Mit seinem Specialized Butcher GRID Trail-Reifen am Vorderrad steuert das S-Works Levo SL präzise durch jedes trockene Terrain. Die 29 x 2.3”-Reifen an Front und Heck stehen dem sportlichen und direkten Charakter des Bike sehr gut.

Das Levo SL liegt sehr stabil in der Luft, lässt sich leicht manövrieren und whippen, was bei uns zu manchen Freudenschreien auf dem G-Spot führte – für alle, die jetzt etwas Falsches denken: Hierbei handelt es sich um einen sagenhaften Rollercoaster-Singletrail im südafrikanischen Stellenbosch.

Wenn’s mal enger wird – das Levo SL lässt sich präzise durch die Luft navigieren

Für den Trail-Einsatz ist der Großteil der Ausstattung des 12.999 € teuren S-Works Levo SL stimmig: Bei den Bremsen würden wir uns am Heck aber auf jeden Fall eine 200-mm- statt einer 180-mm-Scheibe wünschen. Für längere Abfahrten und anspruchsvolles Gelände wäre eine standfestere, wenn auch etwas schwerere SRAM CODE-Bremse statt der SRAM G2-Bremse besser.

Wir verstehen auch, dass man das Levo SL von richtigen Abfahrtsmaschinen wie dem Kenevo abgrenzen und natürlich Gewicht sparen wollte. Dennoch würde dem Levo SL eine FOX 36-Gabel statt einer FOX-34 und ein potenterer Dämpfer mit Ausgleichsbehälter gut stehen, auch wenn dies ein Mehrgewicht bedeutet. Bei den Test-Runs in Südafrika mit teils recht langen Abfahrten wurde der FOX FLOAT DPS Factory-Dämpfer sehr heiß. Interessant: Am nicht motorisierten Levo-SL-Pendant, dem Specialized Stumpjumper, findet man neben der FOX 36 genau den Dämpfer, den wir uns auch am Levo SL wünschen würden: den FOX FLOAT DPX2-Factory!

Reichweite des Levo SL, Akku-Ladezeiten und Details zum Specialized Range-Extender

„Was ist die Reichweite des Specialized Levo SL?“ ist vermutlich eine der heißesten Fragen zum neuen Bike! Wer sich mit der Komplexität von E-Mountainbikes auskennt, weiß, dass eine exakte Kilometer- oder Höhenmeterangabe falsch wäre, weil unzählige Faktoren die Reichweite eines E-Mountainbikes beeinflussen. Dennoch haben wir mit dem Levo SL bereits viele Erfahrungswerte gesammelt, die euch eine gute Orientierung bieten.

In Südafrika haben wir diverse Rides unternommen, hier die Fakten:
Fahrbedingungen: trockener, staubiger Untergrund, gelegentlich starker Gegenwind
Fahrerdaten Robin: 75 kg inkl. komplettem Ride-Outfit, Fahrergröße 178 cm
Test-Bike: Specialized S-Works Levo SL in Größe Large

Ride 1

Fahrzeit: 2:34 h
Distanz: 44 km
Höhenmeter: 930 hm
Gesamtverbrauch: 316 Wh von 320 Wh
Durchschnittliche Unterstützung: +115 %

Ride 2

Fahrzeit: 2:20 h
Distanz: 33 km
Höhenmeter: 1.015 hm
Gesamtverbrauch: 230 Wh von 320 Wh
Durchschnittliche Unterstützung: +82 %

Ride 3

Fahrzeit: 1:45 h
Distanz: 24 km
Höhenmeter: 1.007 hm
Gesamtverbrauch: 175 Wh von 320 Wh
Durchschnittliche Unterstützung: +93 %

Wie ihr seht, beeinflussen viele Parameter die Reichweite. Doch die Test-Rides zeigen, dass man auch ohne Range-Extender problemlos eine ordentliche Tour fahren und über 1.000 hm klettern kann.

Wie viel Reichweite kannst du mit deiner Fitness überhaupt handhaben? Auf den anspruchsvollen Trails in Südafrika waren die Beine vom Bergab-Ballern bereits so dick, dass wir den Range-Extender gar nicht benötigt haben!

Der Range-Extender ist eine geniale Sache für längere Touren, zudem merkt man ihn nicht mehr als eine Trinkflasche auf dem Trail. Mit dem Range-Extender bietet das Specialized Levo SL einige spannende Nutzungsszenarien: z. B. mit Range-Extender zum Trail-Einstieg fahren, die Zusatzbatterie abmontieren und sicher deponieren, dann mehrere Abfahrten auf Trails absolvieren und den Range-Extender dann wieder für die Rückfahrt montieren. Während unserer ausgiebigen Test-Sessions fiel uns auf, dass es nur bedingt ratsam ist, die Einstellung „Range-Extender First“ zu wählen und ihn zuallererst komplett aufzubrauchen. Denn bei den letzten 20 % an Kapazität reduziert der Range-Extender seine Stromabgabe deutlich, wodurch der Motor entsprechend weniger Saft erhält und man in ein „Loch“ fällt, bevor der Hauptakku sich einschaltet. In der Standardeinstellung versorgen beide Batterien den Motor gleichzeitig mit Strom.

Wer unterwegs auf Tour sein Levo SL laden möchte, der sollte, wenn er mit Rang-Extender unterwegs ist, ebenfalls taktisch vorgehen. Laut Specialized sind die 320 Wh der internen Batterie in 2:30 h wieder voll, die 160 Wh des Range-Extender benötigen 3:20 h. Die Ladung von beiden Batterien dauert mit dem optional erhältlichen Y-Kabeladapter ebenfalls 3:20 h.

Der Range-Extender hat noch einen weiteren Vorteil – man darf ihn auf seine Flugreise nehmen, denn exakt 160 Wh beträgt die maximale Kapazität, die zur Mitnahme im Flugzeug erlaubt ist. Wer in den Bike-Urlaub fliegen will, sollte den internen Akku am besten von einem offiziellen Händler ausbauen lassen und das Levo SL im Urlaub dann nur mit dem Range-Extender alleine nutzen. Zur Sicherheit sollte man sich im Vorfeld von der Fluggesellschaft bestätigen lassen, ob und wie viele Akkus ins Handgepäck dürfen, in der Regel sind es zwei. Da der Range Extender nur 1.050 g wiegt – etwas mehr als eine gefüllte Trinkflasche –, kann man einen zweiten Range-Extender zum Fahren auch problemlos im Rucksack (auf Rückenprotektor achten!) mitnehmen. Damit stehen dann 320 Wh zur Verfügung.

Wer darauf hofft, den Range-Extender in seinem Levo verwenden zu können, den müssen wir enttäuschen: Denn die Batterien des Levo SL besitzen nicht nur unterschiedliche Anschlüsse, sondern auch eine unterschiedliche Spannung.

Mindestens genauso spannend wie dieser exklusive Fahrbericht des Levo SL ist unser Triple-Test – nein hier geht es nicht um leckeres belgisches Bier, sondern darum, wie sich das Levo SL im direkten Vergleich mit seinen Geschwistern Levo und Stumpjumper schlägt und davon abgrenzt.

Fazit

In Zeiten von blindem Motor-Power- und Akkukapazitäten-Wettrüsten zeigt Specialized, worauf es wirklich ankommt, um maximalen Trail-Spaß zu garantieren. Das Specialized Levo SL sieht aus wie ein Mountainbike, fährt sich wie ein Mountainbike (in vieler Hinsicht sogar besser) und begeistert auch technisch mit einem einzigartigen Ökosystem aus Motor-Performance, Akku-Konzept, modularem Range-Extender, Integration, Individualisierungsoptionen und App-Connectivity. Nach unzähligen Testkilometern können wir sagen: Das Levo SL wird wie die Federgabel, Scheibenbremse und Teleskop-Sattelstütze das Mountainbiken revolutionieren und auch vielen E-Mountainbiker neue Horizonte eröffnen. Diese möchten wir euch im Folgenden aufzeigen:

Für wen lohnt sich das Specialized Levo SL?

  • jeden Mountainbiker: mehr Trails fahren, weniger im Uphill leiden und Trails bergab noch sicherer, aber fast genauso leichtfüßig fahren
  • E-Mountainbiker, die ihr E-Mountainbike hauptsächlich in den niedrigeren Unterstützungsstufen fahren, sprich die maximale Power eines Levos gar nicht oder nur selten benötigen. Laut unserer Leserumfrage 2019 mit über 10.000 Teilnehmern nutzen nur etwa 5 % hauptsächlich die stärkste Unterstützung ihres Motors.
  • gemischte Rides mit Mountainbikern (Partner, Freunde)
  • strukturiertes Training – das Levo SL ist vermutlich das beste und spaßigste Fitnessgerät, weil es sich wie ein Trail-Bike fährt. Dank Unterstützung und Funktionen wie Heart-Rate-Control kann man die Belastung optimal steuern
  • early Adopter, die ein neues, leichteres Fahrgefühl wünschen
  • leichte Fahrer, denen ein klassisches E-Mountainbike im Handling zu schwer ist – beim Fahren genauso wie beim Auto-Beladen oder in den Bikekeller-Tragen!
  • E-Mountainbiker, die viel in der Ebene bzw. über 25 km/h fahren und das E-Mountainbike auch benutzen wollen, um ihre Fitness zu verbessern

Für wen ist das Specialized Levo SL nicht geeignet?

  • Fahrer, die sich Berge ohne Anstrengung hinauftragen lassen wollen oder mit ihrer Motor-Power bei ihren Freunden angeben wollen
  • Fahrer, die in möglichst kurzer Zeit maximale Distanz zurücklegen wollen
  • Commuter, die mit möglichst keinem Tropfen Schweiß ins Office kommen wollen
Ein Bike zum verlieben? Es kommt auf die Erwartungen an… was ist eure Meinung zu dem neuen Bike? Schreibt uns an hello@ebike-mtb.com

Hier findet ihr mehr zum Thema Specialized Levo SL und E-MTB Light:

Der Beitrag Exklusiver Test: Neues Specialized S-Works Levo SL 2020 mit neuem Motorkonzept und 16,9 kg schlank – eine neue Art des E-Mountainbikens? erschien zuerst auf E-MOUNTAINBIKE Magazine.

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